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RUAG DEFENCE DEUTSCHLAND GMBH - Lenkflugkörper

Extrem stabile Kofferlösungen für Full Ruggedized Einsatzbedingungen bei der Deutschen Luftwaffe haben wir für den Kunden RUAG realisiert.

Produkte für die Luftwaffe und Marine


Lenkflugkörper / Ground Loader Unit

Die Aufgabe der Ground Loader Unit (GLU) ist es, einen Lenkflugkörper auf seine Funktionalität hin zu prüfen. Dieses kann mit der GLU „on aircraft“ durchgeführt werden. Eventuelle Fehlercodes werden gespeichert und können schnell interpretiert werden. Gleichzeitig können mit Hilfe der GLU die auf ein Transfermedium gespeicherten Missionsdaten für den Lenkflugkörper geladen werden. Von einem integrierten militärischen GPS-Empfänger mit Krypto-Loader-Anschluss können Almanach- und PVT-Daten in den Lenkflugkörper geladen werden. Eine integrierte Solid State Harddisk ermöglicht es, Daten permanent zu speichern.

Das Gerät wurde bei BTSE entwickelt, qualifiziert und ist für den Einsatz auf der Flight Line oder im Shelter bei rauen Umweltbedingungen einsatzbereit. Die GLU befindet sich bei der Deutschen Luftwaffe im Einsatz. 

 

Lenkflugkörper / Missionsplanungsstation


Überblick
Das TAURUS Communication Center (TCC) ist die Hardware-Plattform für die Missionsplanungssoftware des Lenkflugkörpers TAURUS KEPD 350 und dient der Generierung der Missionsdaten für den Einsatz dieses Waffensystems. Zusätzlich wird die Kommunikation mit weiteren Geräten über LAN/WAN sowie GSM ermöglicht.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat die Verwendung des TCC in den COMSEC-Zonen 2 bis 4 genehmigt. Die Kommunikation mit dem Führungs- und Informationssystem der Luftwaffe (FüInfoSys Lw) ist möglich.

Entwicklungsziel
Neben der Hardware für die Missionsplanungssoftware mit optimierter Mensch-Maschine-Schnittstelle wurde auch die Anschlussmöglichkeit an moderne Kommunikationsmittel realisiert, unabhängig davon, ob die entsprechende Anwendung in der Luftwaffe derzeit erlaubt ist oder nicht. Weiterhin sind Schnittstellen zu den gebräuchlichen Standards integriert. Zusätzlich weist der Rechner/das Rechnersystem eine relativ geringe Größe und ein relativ geringes Gewicht auf.

Hardware-Konzept und Auslegung
Um die geforderten Sicherheitskriterien zu erfüllen, wurden zwei unabhängige Rechner in einem Gehäuse – verbunden durch ein internes Netzwerk – untergebracht:

PC1:

• Ist die Plattform für die TAURUS Missionsplanungssoftware,• Lädt die Missionsdaten auf den Datenträger Solid State Data Carrier (SSDC),• Kann eingestufte Informationen verarbeiten,• Enthält den Anschluss für optische Netzwerke, damit die Kommunikation mit dem FüInfoSys Lw gewährleistet ist.

PC2:

• Erlaubt den Datenaustausch über Internet und Intranet mit Hilfe von LAN oder DFÜ-Verbindungen (über ISDN oder eingebautes GSM Terminal),• Ermöglicht Sprach- und Datenkommunikation über das GSM Terminal.

Eine speziell entwickelte Logik stellt sicher, dass beide Rechner nicht miteinander verbunden sind, solange eine LAN- oder DFÜ-Verbindung auf PC2 existiert.

Das TCC erlaubt den Betrieb in zwei Modi:

„unsicher“

• PC1 und PC2 sind voneinander physikalisch getrennt, PC2 kann mittels GSM / ISDN und LAN mit externen Systemen verbunden werden

„sicher“

• PC1 und PC2 sind über ein internes Netzwerk miteinander verbunden, GSM / ISDN- und LAN-Verbindungen sind physikalisch nicht möglich.

Sowohl im „sicheren“ als auch im „unsicheren“ Betriebszustand wird die Abgabe kompromittierender Strahlung durch den internen elektrischen und mechanischen Aufbau des TCC verhindert. Zusätzlich können im „sicheren“ Modus Daten nur in Richtung von PC2 zu PC1 übertragen werden. Durch diese Maßnahmen wird sichergestellt, daß die Sicherheit der eingestuften Daten auf PC1 ständig gegeben ist.

Für Land-, See- und Lufttransport wurde ein spezieller Transportbehälter entwickelt.

TCC Management-Konsolen-Software
Die Management-Konsolen-Software (MKS) des TCC dient der Vereinfachung der Bedienung der im TCC eingebauten Kommunikationsmittel (ISDN, GSM und Netzwerk-Interface) und zur Anzeige der aktuellen Hardware- und Softwarekonfiguration des TCC. Des Weiteren ist die Management-Konsole für die softwareseitige Überwachung des Umschaltvorganges zwischen den Betriebsarten „sicher“ und „unsicher“ zuständig.

Die TCC-MKS vereint die angegebenen Funktionen unter einer integrierten Windows-Oberfläche und ermöglicht es dem TCCBenutzer, die für die Missionsplanung und Kommunikation relevanten Systeminformationen abzufragen.

Ground Loader Unit - GLU Bedienpult

Ground Loader Unit - GLU mit GPS-Antenne

Missionsplanungsstation TCC